Statements

Christoph Badelt
ÖKSA-Mitglied
Christoph Badelt

"Die Soziallandschaft ist sehr bunt, sehr sehr vielfältig, »heterogen«, wie man oft dazu sagt, und desto größer ist der Koordinationsbedarf und der Kommunikationsbedarf: Das ÖKSA ist für mich eine Organisation, deren Ziel es war und immer noch mehr sein muss, genau diesen Koordinations- und Kommunikationsbedarf zu befriedigen und in diesem Feld noch viel mehr Aufbauarbeit zu leisten.
Ich glaube, die Gründe, das ÖKSA weiterzuführen, sind von der Basis her eigentlich gleich geblieben zu dem, warum das ÖKSA gegründet worden ist, mit anderen Worten, dieser Kommunikations- und dieser Koordinationsbedarf besteht in der Zukunft sicher noch in einem größeren Ausmaß als in der Vergangenheit..."


Herbert Drapalik
Vorstandsmitglied des ICSW
1973-1985
Herbert Drapalik

"Also ich bin der Meinung, dass das ÖKSA immer noch eine wertvolle Funktion hat, und zwar deshalb, weil heute die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und privater Sozialarbeit unabdingbar ist und noch viel ausgeprägter ist als wie vor zwanzig Jahren. Es muss also irgendeine Organisation geben, die Kontakte vermittelt und auch die gemeinsamen Interessen artikuliert. Also ich glaube schon, das ÖKSA hat noch eine wertvolle Aufgabe!
Und daher muss es meines Erachtens eine Plattform geben, in der die gemeinsamen Interessen besprochen werden, damit das nicht nur regional verschieden ist, jede Stadt und jedes Land macht so seine Vereinbarungen mit der privaten Sozialhilfe. Es muss eine gemeinsame Linie gefunden werden!"


Dirk Jarré
Präsident des ICSW
1985-1996
Dirk Jarré

"Was ist das ÖKSA? Ja, das kann ich Ihnen schnell beantworten. Ich habe das ÖKSA Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts (das muss man auch dazu sagen) kennen gelernt, und das ÖKSA als österreichisches Komitee für Sozialarbeit war unser österreichischer Partner auf dem Gebiet der sozialen Systeme, der Sozialarbeit, und der Sozialpolitik. Wir haben in diesen frühen Jahren der Zusammenarbeit gemeinsam Studientagungen mit Schweizer Kollegen durchgeführt und haben uns grenzüberschreitend darüber unterhalten: Was bewegt den Sozialpolitiker? Was bewegt den Sozialarbeiter? Wo sind die Sorgen der Menschen? Wie kann man denen begegnen? Wir haben da ganz wichtige Themen aufgegriffen. Wir haben die Defizite aufgedeckt und haben auch neue Methoden in der Sozialarbeit verglichen und konnten dadurch wahrscheinlich Einiges durch unsere Teilnehmer, die aus dem öffentlichen Bereich und aus den privaten Sozialwerken kamen, in der Praxis verhindern - durch diesen Austausch über den Tellerrand hinausschauend, miteinander sprechend..."


Liese Prokop
Vizepräsidentin des ÖKSA
1983-2004
Liese Prokop

"Was ist ÖKSA? Es ist eine notwendige Zusammenarbeit und Aufarbeitung von vielen, vielen Bereichen, die mit Sozialem zu tun haben (...) Es ist die Dachorganisation aller jener, das ist öffentliche Hand, Private aus allen Bereichen der Sozialarbeit. Und das ist eben ein sehr, sehr breiter Rahmen, das geht von den Behinderten, es geht über die psychisch Kranken bis hin eben zur sozialen Armut und der wirklichen, der materiellen Armut. Über all das spannt sich der Bogen darüber und in all diesen Bereichen ist das ÖSKA im Rahmen der internationalen Netzwerke auch tätig.
Das ÖKSA ist einfach eine Notwendigkeit des Lernens voneinander, des Lernens miteinander, um »Best-practice-Beispiele« aufzuarbeiten."


Brigitte Rauscher
Sekretärin im ÖKSA
1975-1986
Brigitte Rauscher

"ÖKSA: Ein Organ, in dem man Dinge besprechen konnte, in dem man Modelle vielleicht entwickeln konnte, so haben wir´s gesehen.
Es war das Wesentliche an ÖKSA-Tagungen, dass es eben ein Miteinander war, dass eben der Politiker plus der Sozialarbeiter miteinander in einer Gruppe waren. Dass auch ein jeder sagen konnte, was er wollte. (...) Dass all diese Personen um einen Tisch gesessen sind, und dass man sie wirklich auch um einen Tisch erleben konnte."


Alois Stacher
Präsident des ÖKSA
1973-1986
Alois Stacher

"Wir müssen als Österreicher - oder andere Völker - entscheiden: Welchen Stellenwert haben arme, sozial bedürftige Menschen in unserer Gesellschaft - oder Behinderte oder Kranke: Wenn die einen hohen Stellenwert haben, und das sollten sie in einer sogenannten sozialen Gesellschaft haben, dann müsste die Verteilung so erfolgen, dass für die immer genügend Geld da ist. (...)
Hier müsste man Bewusstseinsbildung auf breitester Ebene immer wieder trommeln und trommeln. Ich weiß, wie schwer das ist - und Bewusstseinsbildung können nur die wirklich erreichen die von einer Idee überzeugt sind. (...)
Die Bewusstseinsbildung muss jemand machen, und ich glaube, dass gerade eine Organisation wie die ÖKSA breitbasig an dieser Bewusstseinsbildung nicht nur beteiligt ist, sondern sie auch so vernünftig und so sinnvoll durchführen kann oder initiieren kann, weil die Leute, die drinnen sind, die Situation kennen."